Paar auf sitzt und trinkt eine Saftkur

Was ist Saftfasten?

Écrit par : David Kugler

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Temps de lecture 6 min

Saftfasten klingt einfach, ein paar Tage nur Saft und sonst nichts. Doch sobald du anfängst zu planen, kommen die Fragen. Wie viele Säfte am Tag, was ist mit Tee, wie lange und was kommt danach?

In diesem Artikel bekommst du den Überblick. Du erfährst, was Saftfasten ist, wie es sich von Saftkur und Heilfasten unterscheidet und wie ein Tag abläuft. Dazu kommen die vier Phasen, ein ehrlicher Blick auf den Körper und die Frage, für wen es nicht passt.

Was ist Saftfasten?

Beim Saftfasten verzichtest du für eine begrenzte Zeit auf feste Nahrung. Statt Mahlzeiten trinkst du über den Tag verteilt Obst- und Gemüsesäfte, dazu viel Wasser und Kräutertee. Die Krankenkasse DAK beschreibt es als sanfte Form des Fastens, weil der Körper über die Säfte weiter Vitamine und Mineralstoffe bekommt (DAK, 2026). Koffein, Alkohol und gesüßte Getränke lässt du in dieser Zeit weg.

Wichtig ist das Wort begrenzt. Saftfasten ist keine Ernährungsform für immer, sondern eine kurze Pause vom gewohnten Essen. Viele nutzen die Tage, um bewusster zu werden, was sie sonst essen und trinken. Ob eine Saftkur für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Ziel ab. Eine ehrliche Antwort darauf gibt unser Beitrag, ob eine Saftkur wirklich etwas bringt.

Die Begriffe gehen oft durcheinander. Saftfasten und Saftkur meinen im Alltag fast dasselbe (DAK, 2026). Die Saftkur ist meist das fertige Paket, das Fasten mit Saft eher die Methode dahinter. Das klassische Heilfasten nach Buchinger ist dagegen strenger.

Beim Heilfasten gibt es am Tag nur rund 0,25 Liter Saft und 0,25 Liter Brühe, die Energie liegt bei 250 bis 500 Kilokalorien (DGE, 2018). Saftfasten liefert mehr, weil die Säfte die Mahlzeiten ersetzen. Wie stark sich das unterscheidet, zeigt unser Vergleich Saftfasten oder Wasserfasten.

Wie viele Kalorien eine Saftkur am Tag wirklich liefert

Viele Kuren setzen auf vier bis sechs Säfte am Tag, andere kombinieren weniger Säfte mit Shot und Kombucha. Wer bei einer Saftkur Kalorien zusammenrechnet, fängt darum bei der einzelnen Flasche an. Der grüne Supergreen liegt laut Nährwerttabelle bei 21 Kilokalorien je 100 Milliliter, also bei rund 105 Kilokalorien pro Flasche. Der Radiator mit Apfel, Süßkartoffel und Karotte kommt auf 50 Kilokalorien je 100 Milliliter, also etwa 250 pro Flasche. Ein Tag mit überwiegend grünen Säften liegt deshalb am unteren Ende der Spanne, ein Tag mit fruchtigen Sorten am oberen.

Daraus ergibt sich das Kaloriendefizit, das jede Kur mitbringt. Liegst du sonst bei rund 2.000 Kilokalorien und in der Kur bei 800, sparst du am Tag etwa 1.200 ein. Über drei Tage sind das rund 3.600 Kilokalorien, die der Körper aus seinen Speichern ausgleicht. Das ist der Kern jeder Saftkur. Deshalb ist sie eine bewusste Auszeit für einige Tage und keine Dauerernährung.

Ehrlich gerechnet

Wer bei einer Saftkur Kalorien spart, spart auch Eiweiß, Fett und Ballaststoffe. Eine Kur ersetzt darum für ein paar Tage die Mahlzeiten, aber nie die Ernährung danach. Die Aufbautage gehören deshalb fest dazu.

Ein Beispiel macht es greifbar. Lena isst normalerweise drei Mahlzeiten und zwei Snacks, zusammen etwa 1.900 Kilokalorien. In ihrer dreitägigen Kur mit Säften, Shot und Kombucha liegt ihr Tag bei rund 800, und ihr Hunger ist am zweiten Nachmittag am größten. Weil sie das vorher wusste, hält sie sich genau diesen Nachmittag frei. Wie lang eine erste Kur sinnvoll ist, klärt unser Beitrag Saftkur 3 Tage, 5 oder 7.


Merkmal Saftfasten Heilfasten nach Buchinger
Was du trinkst mehrere Säfte, Wasser, Tee ein Glas Saft, Gemüsebrühe, Wasser, Tee
Energie am Tag je nach Kur deutlich mehr höchstens 500 Kilokalorien
Übliche Dauer ein bis sieben Tage sieben bis zehn Tage
Begleitung für Gesunde allein möglich am besten ärztlich begleitet
Wand aus grünen und orangen DALUMA Säften

So läuft ein Tag beim Saftfasten ab

Jeder Fastentag folgt einem festen Rhythmus. Die DAK nennt bis zu sieben Gläser Saft am Tag und rät, sich an den gewohnten Mahlzeiten zu orientieren (DAK, 2026). So bekommt dein Tag eine Struktur, die du schon kennst.

  • Am Morgen startest du mit einem Glas Wasser und dem ersten Saft.
  • Über den Vormittag folgen ein zweiter Saft und Kräutertee.
  • Mittags kommt ein Saft an die Stelle des Essens, gern in Ruhe am Tisch.
  • Am Nachmittag trinkst du einen weiteren Saft und viel Wasser.
  • Am Abend schließt ein milder Saft den Tag ab, danach nur noch Tee.

Neben den Säften gilt die wichtigste Regel beim Saftfasten, viel trinken. Beim Fasten werden mindestens 2,5 Liter Wasser oder Kräutertee am Tag empfohlen (ÄGHE, 2025). Langsames Trinken hilft außerdem, die Säfte bewusst zu genießen, statt sie nebenbei herunterzustürzen.

Der Trick mit dem Glas

Gieß jeden Saft in ein Glas und trink ihn im Sitzen. Das klingt banal, macht aus dem Trinken aber eine kleine Mahlzeit. So bleibt der vertraute Takt von Frühstück, Mittag und Abend erhalten.

Die vier Phasen beim Saftfasten

Saftfasten besteht nicht nur aus den Safttagen. Die Tage davor und danach gehören genauso dazu. Das zeigt auch der Ablauf beim klassischen Fasten, mit einem Vorbereitungstag davor und drei Tagen zum Aufbau danach (DGE, 2018).

1. Entlastung. Ein bis zwei Tage vorher isst du leichter, lässt Kaffee und Alkohol weg und trinkst mehr Wasser. Wie das konkret aussieht, zeigt unser Beitrag zur Saftkur Vorbereitung. 2. Fastentage. Jetzt gibt es nur Säfte, Wasser und Tee. Die ersten ein bis zwei Tage sind oft die schwierigsten. 3. Fastenbrechen. Am Ende steht klassisch ein Apfel, langsam gegessen oder gekocht (DGE, 2018). Damit sind die Fastentage offiziell vorbei. 4. Aufbau. Ein paar Tage lang isst du leicht und in kleinen Mengen. Schritt für Schritt erklärt das unser Beitrag nach der Saftkur aufbauen.

Viele unterschätzen die letzte Phase. Wer nach dem Saftfasten sofort wieder groß isst, bekommt oft Bauchgrummeln und verliert das gute Gefühl der Kur schnell wieder.

Und wie lange dauert das Ganze? Für den Einstieg reichen ein bis drei Tage. Die DAK hält Saftfasten bis zu einer Woche für vertretbar, länger sollte es wegen möglicher Mängel nicht dauern (DAK, 2026). Welche Dauer zu dir passt, zeigt unser Beitrag Saftkur 3, 5 oder 7 Tage.

Zwei Hände halten DALUMA Säfte gegen blauen Himmel

Unsere Empfehlung:

Was beim Saftfasten im Körper passiert

Beim Saftfasten bekommt der Körper weniger Energie als gewohnt. Zuerst greift er auf seine Zuckerreserven zurück, das Glykogen in der Leber. Diese Reserve ist nach etwa einem Tag weitgehend aufgebraucht (ÄGHE, 2025). Danach stellt der Körper Schritt für Schritt mehr auf Fett als Energiequelle um. Mit Säften dauert diese Umstellung vermutlich länger als beim reinen Wasserfasten, weil die Säfte weiter etwas Zucker liefern.

Auf der Waage geht es oft schnell nach unten. Doch das ist meist Wasser, nicht Fett, und nach der Kur kommt es mit dem gewohnten Essen schnell zurück (DAK, 2026). Saftfasten ist deshalb kein Weg zum dauerhaften Abnehmen, kann aber ein Anstoß sein, Essgewohnheiten neu zu ordnen.

Es gibt auch kritische Daten. In einer kleinen Studie veränderten drei Tage mit reinem Saft die Bakterien in Mund und Darm, vermutlich weil die Ballaststoffe fehlen (Northwestern University, 2025). Das spricht für kurze Kuren und für gemüsebetonte Säfte.

Typisch sind in den ersten Tagen Frösteln, Müdigkeit oder Kopfschmerzen (DAK, 2026). Was normal ist und was hilft, liest du im Beitrag zu Kopfschmerzen, Frieren und Hunger.

SAFTFASTEN AUF EINEN BLICK:

VORHER

leichter essen | Kaffee und Alkohol weglassen

FASTENTAGE

Säfte wie Mahlzeiten | mindestens 2,5 Liter Wasser und Tee | ein bis sieben Tage

DANACH

Fastenbrechen mit einem Apfel | langsam aufbauen

DALUMA Supergreen, kaltgepresster Saft in der 500 ml Flasche

Fazit

Saftfasten heißt, für ein paar Tage feste Nahrung durch Säfte, Wasser und Tee zu ersetzen. Es ist sanfter als Heilfasten, sollte aber trotzdem gut geplant sein. Zum Saftfasten gehören Entlastung, Fastentage, Fastenbrechen und Aufbau, nicht nur die Safttage selbst.

Erwarte keine Wunder auf der Waage, denn das meiste ist Wasser. Was bleibt, ist oft ein neuer Blick auf dein Essen. Wähle gemüsebetonte Säfte, trink genug und halte die Kur kurz. Wie sich die einzelnen Tage anfühlen können, zeigen die Saftkur-Erfahrungen Tag für Tag.

FAQ zum Saftfasten

Was ist Saftfasten genau?

Beim Saftfasten ersetzt du für ein paar Tage feste Mahlzeiten durch Obst- und Gemüsesäfte. Dazu trinkst du viel Wasser und Kräutertee.

Ist Saftfasten dasselbe wie eine Saftkur?

Im Alltag ja. Die Saftkur ist meist das fertige Paket, das Fasten mit Saft die Methode dahinter.

Wie lange sollte Saftfasten dauern?

Für den Einstieg reichen ein bis drei Tage. Länger als eine Woche sollte Saftfasten ohne ärztliche Begleitung nicht dauern.

Wie viele Säfte trinke ich beim Saftfasten am Tag?

Üblich sind mehrere Säfte, verteilt wie Mahlzeiten. Die DAK nennt bis zu sieben Gläser am Tag.

Darf ich beim Saftfasten Tee trinken?

Ja, Kräutertee und Wasser gehören dazu. Insgesamt sollten es mindestens 2,5 Liter am Tag sein.

Was ist der Unterschied zum Heilfasten?

Heilfasten nach Buchinger ist strenger, mit wenig Saft, Brühe und höchstens 500 Kilokalorien am Tag. Hier trinkst du mehr Saft.

Quellen